Kosmische Fragezeichen

Manche Freunde und ich haben vor allem eines gemeinsam. Wir wissen zu wenig oder meist nur das, was gerade keiner wissen will. 😉
In Gesprächen über astronomische Themen, verstricken wir uns oft genug in Irrtümer. Sofern ich sie feststelle, bin ich unfähig, eine verständliche Erklärung zu formulieren.
Um bewusster zu machen, mit welch enormen Dimensionen wir es zu tun haben, wenn wir über den Kosmos sprechen, beginne ich mit der Frage:

Was ist ein Lichtjahr? Und fahre fort mit:
Was ist der Unterschied zwischen Sternen und Planeten? Eine simple Frage oder?
Heißt unser Sonnensystem „Milchstraße“? Warum hat man ihr diesen lustigen Namen gegeben?
Hat eigentlich jeder Planet einen (oder mehrere) eigene(n) Mond(e)?
Gibt es nur die Planeten, denen wir ihre schönen Namen gegeben haben? Oder ist das Universum voll davon?

An Fragen mangelt es uns nicht. Das ist gut so. Denn wie langweilig wäre das Leben, wenn wir auf alle Fragen eine Antwort hätten?
Ich – Klugschei*** vom Dienst, versuche jetzt einmal ein paar Antworten, die ich in großartigen Büchern und anderen Wissensquellen nachlesen konnte.

Was ist ein Lichtjahr?

  • Das ‚Lichtjahr‘ ist das Längenmaß der Astronomie. Wie der Name schon sagt, misst es den Weg, den Licht in einem Jahr zurück legen kann. Es ist die astronomische Messung von Entfernungen und Abständen. Die Dimensionen der Abstände  im Kosmos sind so unvorstellbar groß, dass man sie nur in Lichtjahren messen kann. Licht legt in einem Jahr ca. 9,5 Billionen Kilometer zurück.

Unterschied zwischen Sternen und Planeten:

fremde Planeten und Galaxien

  • Planeten (egal, ob Gesteins-oder Gasplaneten) bewegen sich in Umlaufbahnen um einen Stern. „Unser“ Stern z.B. ist die Sonne. Die Erde und alle anderen Planeten unseres Sonnensystems kreisen um sie herum. Es gibt aber noch viele andere Sonnensysteme! Das Universum scheint nicht nur unsere Heimat allein zu sein.
  • Sterne sind selbstleuchtend. Planeten produzieren kein eigenes Licht. Sie reflektieren nur das Licht der Sterne.

 

Unser Sonnensystem und die Milchstraße – Was ist die Michstraße?

  • Die Milchstraße ist eine gigantische Balkenspiralgalaxie, mit einem Durchmesser von 100.000 Lichtjahren.
  • Nach dem Urknall, vor 13,7 Mrd. Jahren, entwickelten sich im Universum Galaxien aus Gas- Staub- und Sternwolken. Die Milchstraße ist eine davon – eine große, dünne Sternscheibe – eine riesige, sich drehende, kosmische Spirale mit ungleicher Gravitation. Denn jedes ihrer Sternsysteme hat jeweils seine eigene Gravitation. Ihr Zentrum – „Bulge“, ist ein aufgewölbter Sternbalken, von dessen 27.000 Lichtjahre entfernten Enden Spiralarme abstrahlen. Neben zwei Hauptspiralarmen, besitzt die Milchstraße mehrere kleinere Arme. Die Wissenschaft schätzt das Alter der Milchstraße auf mehr als 13 Mrd. Jahre. Man vermutet weit über 200 Mrd. Sterne in dieser Galaxie.

Milchstraße über der Wüste von Bardenas, Spanien

  • Ihrer Erscheinung am Nachthimmel verdankt sie den Namen „Milchstraße“. Oberhalb und unterhalb der Scheibe erkennt man nur wenige Sterne. Auf der Scheibe aber, zieht sich eine enorme Sternwolke wie ein „Milchband“ am Himmel entlang. Die Astronomen der Antike gaben diesem Band Namen – in Rom hieß es „ Via Lactea“ (Milchstraße), bei den Griechen „ Kyklos Galaxias“ (Michkreis). Daraus erhielt sich bis heute der Name „Milchstraße“ oder Galaxis.
  • Unser Sonnensystem – also unsere Sonne und ihre Planeten, sind nur ein winziger Teil der Milchstraße, der ca. 26.000 Lichtjahre von ihrem Zentrum entfernt ist. Für einen Umlauf um das galaktische Zentrum braucht unser Sonnensystem ca. 250 Mio. Jahre.

Hat jeder Planet einen Mond?

  • Nein! Die beiden Inneren Planeten Merkur und Venus haben keinen Mond. Alle anderen Planeten haben einen oder mehrere Monde. Jupiter ist nicht nur unser größter Planet, er versammelt auch die meisten Monde um sich. Ihm dicht auf den Fersen ist Saturn.
    Die Erde zählt genau einen Mond, welcher aber in besonderer Verbindung zu ihr steht. Alles deutet darauf hin, dass er ein Teil von ihr sein muss. Seine Eigenrotation dauert 27,3 Tage und entspricht damit genau seiner Rotation um die Erde, die ebenfalls 27,3 Tage lang ist. Er dreht uns also nie den Rücken und zeigt uns immer das gleiche Gesicht.
    Man fand heraus, dass der Erdmond vor etwa 4,6 Mrd. Jahren, also zur selben Zeit wie die Erde entstanden sein muss. Es gibt verschiedenste Theorien über die Entstehung unseres Mondes. Eine der aktuellsten gibt die schlüssigsten Antworten und Erklärungen auf die ungelösten Rätsel der Wissenschaft. Man vermutet, dass die Erde in einer späten Phase ihrer Entstehung mit einem ähnlich großen Planetoiden kollidierte.

    Globaler Unfall – Kollision eines Asteroiden mit der Erde

    Dadurch entstand extrem viel Energie und Hitze, die Erde schmolz dahin. Erdmasse-Teile wurden ins All hinaus geschleudert und bildeten einen Ring – eine Scheibe, um die Erde. Diese Trümmer verklumpten im Laufe der Zeit und wurden zu unserem Mond. Andere Kollisionstrümmer regneten zur Erde zurück und verschmolzen mit der flüssigen Erdmasse. Gesteins-Untersuchungen ergaben z.B. auch, dass die Sauerstoff- Isotope von Mond und Erde ident sind. Normalerweise sind die Isotope der Elemente in unserem Sonnensystem aber ungleichmäßig verteilt. Die völlige Gleichheit von Isotopen weist mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen gemeinsamen Mutterkörper hin. Durch die Mondentstehung wurde übrigens die Eigenrotation der Erde von 6 auf die heute bekannten 24 Stunden gebremst und dieser Prozess dauert an. Die Erde und ihr Mond sind quasi so etwas wie ein Doppelplanet.

Gibt es nur unsere bekannten Planeten oder ist das Universum voll von ihnen?

Planeten in unserem Sonnensystem

  • Das Universum ist voll von weiteren Planeten, in anderen Sonnensystemen – den sogenannten Exoplaneten. So einen Winzling, wie unsere Erde, könnte es mehrfach geben. Vielleicht könnten erdähnliche, kleine Planeten sogar die Regel sein. Zu diesem Schluss kam ein astrophysikalisches Institut in Frankreich, mit seiner neuen Studie ( Stichwort: Gravitationslinseneffekt).

Möglicherweise gibt es im Universum viele Welten, die der auf Erden gleichen. Vielleicht dauert es nicht mehr so lange und man entdeckt auch fremdes Leben.
Wie wird sich Mensch dann verhalten? Wird er ein friedliches Nebeneinander schaffen? Wird er aus Angst Fremde bekämpfen? Bleibt seine gewohnte Gier nach Macht und Geld, der Sieger über alles normale Denken – sogar über seine Selbsterhaltung?

Ich denke nicht länger darüber nach… ich baue weiter an meinem kleinen Haus… für immer verbunden mit der blauen Schönen, auf der ich leben darf.