Die Rache Gottes

Ich schaue zum Himmel und frage dich still.
Vereist du mein Leben, weil ich dich nicht will?
Du findest gerecht, wenn ich Freunde verliere?
Allein und verlassen im Sonnenschein friere?
Herrgott, es ist wahr, ich kann nicht an dich glauben.
Musst du mich deshalb aller Liebe berauben?
Nicht mal meine Mutter besaß sie für mich.
Ein Kind unter Wölfen. Interessierte es dich?
Gott muss doch wo sein, sagte ich oft zu mir
und machte mich bald auf die Suche nach dir.
Fühlte ich mich dir nah, warst sogleich du verschwunden.
Bis zum heutigen Tag hab ich dich nicht gefunden.
Menschen haben Gebote und Regeln erstellt,
sie als christlichen Glauben verteilt in der Welt.
Muss man Vorschriften schaffen, wo ganz genau steht,
wen man lieben darf und wie gut leben geht?
Schafft dein Name die passende Glaubwürdigkeit?
Dann verzeih, dafür bin ich bei Gott nicht bereit!
Ob ich unglücklich bin, das hab längst ich erkannt,
liegt in meiner-, nicht etwa in deiner Hand!

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