Unbehagen am Morgen

Am Morgen klagt Robert über schlechtes Befinden. Ihm ist entsetzlich kalt, Minuten später heiß, er hat Bauch-und Kopfweh. Messbares Fieber hat er keines. Er wirkt eigentlich auch nicht angeschlagen. Sein Kopf hängt kraftlos nach unten, ich nehme die Signale ernst und verschaffe ihm einen schulfreien Ruhetag. Doch irgendwie…bin ich nicht sicher, ob dieses Unwohlsein nicht eher etwas anderes ist. Ich nehme ihn in die Arme und frage ihn ganz vertraut, ob ihm etwas am Herzen liegt, das ihn beschäftigt. Er könne mir auch Sachen anvertrauen, die ihm peinlich sind oder die eine Kritik gegen seine Mama darstellen, die er sich nicht zu sagen traut. Man kann es ja nur in Ordnung bringen, wenn man darüber weiß. Plötzlich lächelt er leise und sagt:
„Ja Mama, da ist etwas. Eine Kleinigkeit nur. Du hast gerade Kaffee getrunken, gell? Also ja…was ich meine ist: du hast Mundgeruch!“

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